Virtuelle Teamarbeit

Der unsichtbare Vierte im Team

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Marion Bruhn-Suhr on 31. Januar 2009

Einer unserer Teilnehmer hat sich bisher weder im Forum „Wer ist dabei?“ vorgestellt noch hat er sich an der Forumsdiskussion im Team oder bei den beiden Plenumsforen beteiligt.
Wir überlegen kurz:

  • Hat er technische Probleme?
  • Telefoniert er mit seinem Team und stimmt sich auf für uns unsichtbaren Wegen mit ihnen ab? (denn bisher hat sich niemand aus dem Team darüber beklagt, dass er sich nicht meldet)
  • Ist er krank? (aber dann hätte sich sein Team wohl auch schon gemeldet)

Schnell noch mal geprüft, dass er in der Kontaktliste nicht irgendwelche Abwesenheiten angegeben hatte und dann stellen wir im Teamforum einfach mal die Frage, ob sie Unterstützung brauchen und wie sie mit der Fallstudienanalyse voran kommen. Mal sehen, ob da was zu Tage kommt.

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Zwischen den Zeilen lesen

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Sigrun Bones on 30. Januar 2009

Ob sich in Team 3 ein Konflikt anbahnt? Der Teilnehmer, der sich nach der Auswertung des Lernstil-Fragebogens mit einer Orientierung zum Pragmatiker beschrieben hat, postet eine Meldung nach der anderen im Forum zur Gruppenarbeit und wundert sich, dass sich die anderen Teammitglieder nicht ausreichend an der Diskussion beteiligen. Dabei haben sich zumindest zwei Teamkollegen mit einer Tendenz zum Reflektierer im Lernstil-Forum dargestellt: sie brauchen wohl einfach noch mehr Zeit zum Überlegen und Abwägen ihrer Antworten. Sie könnten sich vom einem Pragmatiker überrollt fühlen.

Nach der Checkliste zur Erreichbarkeit der Teammitglieder und nach den Terminabsprachen der Kleingruppe hätten diese beiden Teilnehmer auf jeden Fall Zeit für die Teamarbeit – ich werde mal vorsichtig per E-Mail nachfragen, warum sich die beiden im Moment noch nicht beteiligen (vielleicht hat sie auch gerade die Grippe erwischt, wie andere auch). Und im Lernstil-Forum werde ich eine Diskussion zu Konflikten im Team anregen, z.B. welche Rolle Lernstile dabei spielen könnten. Denn das Bewusstsein über diese mögliche Ursache kann das Miteinander erleichtern.

Mit online-Schwung in die virtuelle Teamarbeit

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Sandra von der Reith on 30. Januar 2009

 Nun kommen die Teilnehmer auch online in Schwung: die Kontaktlisten haben sie bereits in ihre Dateiensammlung eingestellt. Prima, denn dort steht nicht ihre private Mailadresse, sondern auch wann sie – sei es aus privaten oder auch beruflichen Gründen – nicht online sein können, und zu welcher Zeit sie vorzugsweise am Modul arbeiten werden: sollten sich die Termine überschneiden, können sie nicht nur die asynchrone Kommunikation im Forum nutzen, sondern sich vielleicht auch ganz spontan zu einem Chat verabreden. Aber nicht nur Kontaktlisten sind nun da, auch setzen sich die Teams bereits mit ihrer ersten Fallstudie auseinander. Und bereits jetzt, ganz am Anfang gehen die unterschiedlichen Teams ganz unterschiedlich mit dieser Herausforderung um: während zwei Teams einfach so sammeln, was ihnen an Ideen kommt und so die Diskussion eröffnen, legt ein anderes erst einmal Regeln für die gemeinsame Teamarbeit fest. Wir Moderatorinnen warten erst einmal ab, und schauen, ob wir später möglicherweise unterstützend eingreifen müssen, damit die Teams die Spannbreite der Kommunikationskanäle möglichst effektiv für ihr Onlinestudium nutzen können.

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Integration des „rein virtuellen“ Teilnehmers

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Marion Bruhn-Suhr on 29. Januar 2009

So, auch der Teilnehmer, der wegen beruflicher Verpflichtungen überraschend nicht an der Präsenz teilnehmen konnte, hat sich jetzt eingeklinkt. Anders als bei der angekündigten Abwesenheit unserer brasilianischen Teilnehmerin (s.  Eintrag „Letzte Tipps vor der Präsenz in Hamburg“ vom 26. Januar) haben wir hier für die Präsenz keine Vorabinformationen mehr anfordern können.

Aber der Teilnehmer ist unserer Aufforderung jetzt gefolgt und hat gleich die Checkliste zur Erreichbarkeit ausgefüllt und in seinem Teamforum veröffentlicht. Er hat dort auch nachgefragt, welche Aufgabe er in den Teamaufgaben übernehmen kann/soll und seine Kommilitonen haben ihn begrüßt und von ihren Erfahrungen während der Präsenz berichtet. Das sieht gut aus — die Integration wird wohl klappen!

Lernen lernen

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Sigrun Bones on 29. Januar 2009

Nun haben alle Teilnehmer den Lernstil-Fragebogen beantwortet, und wir können die Auswertung im Forum zur Diskussion stellen. Nachdem sich einige Teilnehmer schon als „aktive Pragmatiker“ oder „pragmatische Aktivisten“ (einer sehr kreativ auch als „Pragtivist“) bezeichnet haben, überrascht die Tendenz zu Akkomodierern in diesem Kurs nicht. Vielleicht regen diese Ergebnisse zu weiteren Fragen, Kommentaren und interessanten Gedanken an?

Mit dem Bewusstsein und der Kenntnis über seinen Lernstil bezeichnet ein Teilnehmer seine Fragenbogen-Auswertung als „wohltuend“: es helfe, wenn man seinen eigenen Lernstil und den der Kollegen kennt und gegenseitiges Verständnis aufbringt. Er möchte ein Projekt immer von allen Seiten betrachten und Zeit für eine Entscheidung haben, die Kollegin aber legt schon los und löst Probleme, wenn sie anfallen. Nun könne er die Situation besser einschätzen und im nächsten Projekte umsetzen. Auch hier gilt: Man lernt nie aus.

Dabei kann man feststellen, dass verschiedene Lernende bei gleicher Lernumgebung unterschiedliche Erfolge erzielen. Das hat auf der einen Seite etwas mit den abweichenden Vorkenntnissen und Fähigkeiten sowie der individuellen Motivation zu tun, auf der anderen Seite mit unterschiedlichen Präferenzen (wie visuell oder verbal)und Herangehensweisen (wie global/schrittweise und abstrakt/konkret).

Nun bin ich gespannt, welche weiteren Beobachtungen die Teilnehmer im Laufe des Seminars machen, wie sie für sich und in den Gruppen lernen – und vielleicht optimieren sie dabei ihre Lernstrategien mit dem Wissen um die Lernstile?

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Wie stellen wir die Teams zusammen?

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Marion Bruhn-Suhr on 28. Januar 2009

Wie eigentlich immer tauchte auch diesmal am Ende der Präsenz die Frage auf, nach welchen Kriterien wir eigentlich die Teams zusammenstellen. Die meisten Teilnehmer kennen das z.B. aus Seminaren in den Firmen in der Regel so, dass sie sich selbst zusammenfinden mögen (wobei dann oft auch noch viel Zeit vergeht, aber eben am Ende auch diejenigen, die sich schon kennen, wieder in einer Gruppe zusammen arbeiten).

Wir stellen die Teams im Vorfeld nach objektiven Kriterien zusammen:
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  • die Mitglieder eines Teams sollen nicht alle aus einer Gegend kommen (damit verhindern wir, dass man sich vielleicht doch abends irgendwo trifft und die Teamaufgaben in einer Präsenzsituation erledigt. Wir Moderatorinnen hätte dann keine Chance den Teamprozess zu begleiten und Feedback sowie Tipps für das weitere Arbeiten in virtuellen Teams zu geben)
  • einem Team sollen sowohl Frauen als auch Männer angehören und
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  • wir versuchen, die Studienfachrichtungen zu mischen (Hintergrund hierfür ist die Annahme, dass dadurch eine Mischung an Lernstilen und -typen zustande kommt, wie sie den Teilnehmenden auch im Berufsalltag begegnet)

Wenn unsere Teilnehmer anschließend ein weiteres OLIM-Modul machen, versuchen wir, die Teamzusammensetzungen so zu verändern, dass jede/r sich im Studium mit unterschiedlichen Personen arrangieren bzw. sich auf immer neue MitstreiterInnen einzustellen lernt – ganz wie im richtigen Berufsleben, wo man sich in der Regel ja seine Kolleginnen und Kollegen auch nicht aussuchen kann. Außerdem kann man hier lernen, wie man verschiedene Lernstile und -typen Gewinn bringend in eine Teamarbeit integrieren kann.

Rückblick Präsenz

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Sandra von der Reith on 28. Januar 2009

Die Präsenz liegt nun hinter uns: Sie soll die Teilnehmer miteinander näher bekanntmachen, und auch den Grundstein für die zu erarbeitenden Teamaufgaben legen.

Und immer wieder spannend ist es zu sehen, wie sich Leute, die sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht sehen, mit Namen begrüßen und etwa auf Hobbys zu sprechen kommen (so tauschten sich zwei Teilnehmer über Lithops – Sukkulenten aus Südafrika – und drei andere über das Reiten aus) – sie haben sich schon online kennen gelernt.

Dadurch gibt es auch gleich eine freundliche und vertraute Atmosphäre. Und diesmal sogar im besonderen Maße, da die Gruppe das Du schon im Netz angeboten hatte. Die Teilnehmenden waren der Meinung, dass das duzen dem respektvollen Umgang beim gemeinsamen Arbeiten miteinander keinen Abbruch tut.

Und das gemeinsame Arbeiten ist dann auch gut in Schwung gekommen. Damit die Teams sich kennenlernen, stellten wir zu Beginn die Aufgabe, dass sie sich ein „Büro einrichten“ sollen; d.h. Eine Zeichnung erstellen wie das Büro der Teams aussehen soll und gemeinsam im Konsens beschließen, was gewünscht und was abgelehnt wird: Da wurde dann ordentlich diskutiert und gemalt. Und eine Innenarchitektin gab alles: sie entwarf heute, wieder zu Hause am heimischen PC eine 3D-Skizze der Zeichnung vom Vortag, die uns allen den gleichen Ausblick, wie den arbeitenden Leuten im Büro ermöglichte – Blick auf die Elbe mit schönen Schiffen ;-).

Was wie eine Spielerei wirkt, initiierte gestern die eigentliche Teamarbeit: die Organisation der Teams für die folgenden drei Wochen. Bestimmen, wer wann welchen Arbeitsschritt verantwortlich übernimmt. Nun sind wir alle darauf gespannt, wie die Teams online das umsetzen, was sie hier in der Präsenz vorgearbeitet haben. Also, man sieht sich online – das Büro kennen wir ja bereits!

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Und immer wieder die Frage: Was ist E-Learning?

Posted in Woche 2 der virtuellen Teamarbeit by Marion Bruhn-Suhr on 27. Januar 2009

Bei der Präsenz kam sie wieder auf, die Frage, was eigentlich E-Learning ist. Auch diesmal waren ganz unterschiedliche Vorerfahrungen und damit verbundene Erwartungen an E-Learning und unser Modul dabei:
– Für die Einen waren das bisher Powerpointpräsentationen mit anschließenden Multiple Choice Fragen,
– für andere einfach nur ein Portal mit Informationen über bisher besuchte Kurse.
– Wieder andere berichteten von schönen DVDs, die man sich im „stillen Kämmerlein“ anschaut und mit denen man dann vielleicht auch noch ein bisschen lernt.

Aber schon interessant, dass niemand bisher mit unserer Konzeption des miteinander Lernens, die ganz wesentlich auf Kommunikation und sozialer Einbindung beruht, in Berührung gekommen ist. Die Rückmeldungen zu diesem Konzept waren jedenfalls nach einer Online-Woche wieder sehr positiv.

Fazit: wir müssen daran arbeiten, unser Konzept und die Vorteile und Unterschiede zu anderen Konzepten irgendwie noch deutlicher herauszuarbeiten und zu beschreiben. Am besten wäre natürlich eine eindeutige Definition!

Eine Lernplattform für alle

Posted in Online-Vorbereitungswoche by Sigrun Bones on 27. Januar 2009

Immer wieder spannend zu sehen, wie sich die Teilnehmer mit der Lernplattform vertraut machen: einige versuchen per trial & error alle Funktionen auszutesten, andere tasten sich anhand unserer „Guided Tour“ durch Blackboard. Es gibt unterschiedliche Vorkenntnisse, die sich aber rasch relativieren: alle finden sich zurecht und lösen die ersten Aufgaben mit Erfolg. Am meisten habe ich mich über ein Feedback gefreut, dass sich bisher die schlechten Erfahrungen mit E-Learning bei unserer „Virtuellen Teamarbeit“ nicht bestätigt haben. Auch die Moderatorinnen schätzen positive Rückmeldungen!

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Letzte Tipps vor der Präsenz in Hamburg

Posted in Online-Vorbereitungswoche by Marion Bruhn-Suhr on 26. Januar 2009

So, schnell noch mal allen Teilnehmenden eine gute Anreise wünschen, verbunden mit der Bitte, Bescheid zu geben, wenn jemand absehbar nicht pünktlich zur Präsenz in der AWW sein kann. Drei Teilnehmer haben sich schon für ein gemeinsames Taxi vom Flughafen aus verabredet. Sie kommen aus Polen, der Schweiz und Frankfurt mit dem Flieger nach Hamburg. Eine Teilnehmerin aus Hamburg hat sich bereit erklärt, zwei andere am Hauptbahnhof zu treffen und in ihrem Auto mit zur AWW zu nehmen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie vertraut zumindest einige Teilnehmende nach einer Online-Woche miteinander sind und wie selbstverständlich sie davon ausgehen, dass sie sich am Flughafen oder Hauptbahnhof auch erkennen werden.

Bin ich froh, dass heute Morgen endlich auch die Vorabinformationen aus Brasilien gekommen sind. Ohne einige grundlegende Aussagen dazu, wann jemand voraussichtlich an den Modulinhalten arbeiten kann oder wann gar nicht, ist es schwer für ein Team, die kommenden 3 Wochen arbeitsmäßig zu planen und Aufgabenverteilungen vorzunehmen. Da müssen wir als Moderatorinnen einfach Vorkehrungen treffen, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Außerdem ist es für de Teilnehmenden auch schon ein ganz schönes Beispiel für die Organisation von virtuellen Teams.